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Messkonzept

Ein Mess­konzept legt fest, welche Informationen für ein Projekt benötigt werden und wie diese vollständig, wirtschaftlich und in der erforderlichen Qualität erfasst werden. Es bildet die Grundlage für eine ziel­gerichtete Datenerfassung und entscheidet maßgeblich über die Qualität der späteren Auswertung.

Ein Messkonzept beschreibt die strategische Planung einer digitalen Bestandsaufnahme. Bereits vor Beginn der Vermessung wird fest­gelegt, welche Informationen später benötigt werden und wie die Daten­erfassung aufgebaut werden muss, damit daraus die gewünschten Planungs­unterlagen entstehen können.

Das Messkonzept stimmt die Daten­erfassung gezielt auf die Anforderungen der späteren Auswertung ab. Es berücksichtigt sowohl die Projekt­ziele als auch die Besonderheiten des Gebäudes und ermöglicht damit eine wirtschaftliche und vollständige Vermessung.

Je besser das Messkonzept vorbereitet ist, desto effizienter kann die Daten­erfassung durch­geführt werden und desto höher ist die Qualität der späteren Ergebnisse.

Ein Messkonzept beantwortet bereits vor der Vermessung unter anderem folgende Fragen:

  • Welche Planungs­unterlagen sollen entstehen?
  • Welche Genauigkeit wird benötigt?
  • Welche Gebäude­bereiche müssen vollständig erfasst werden?
  • Welcher Level of Detail (LOD) ist erforderlich?
  • Welche Messtechnik eignet sich für das Projekt?
  • Wo sind Scanpositionen sinnvoll?
  • Welche Ausgabe­formate werden benötigt?

Durch diese frühzeitige Planung wird sichergestellt, dass alle erforderlichen Informationen vollständig erfasst werden und unnötiger Aufwand vermieden wird.

Jedes Gebäude stellt andere Anforderungen an die Vermessung. Deshalb wird jedes Messkonzept individuell entwickelt. Wesentliche Einfluss­faktoren sind unter anderem:

  • Projektziele und gewünschte Planungs­unterlagen
  • Gebäudetyp und Nutzung
  • Komplexität der Geometrie
  • technische Anlagen
  • Anforderungen der Denkmalpflege
  • gewünschter Detailgrad der Auswertung
  • Zugänglichkeit einzelner Bereiche
  • spätere Nutzung der Bestandsdaten

Erst das Zusammen­spiel dieser Faktoren ermöglicht eine wirtschaftliche und gleichzeitig vollständige Datenerfassung.

Kein Gebäude gleicht dem anderen. Deshalb wird das Messkonzept während der Vorbereitung und auch vor Ort kontinuierlich an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst. Erfahrung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Unerwartete Hindernisse, eingeschränkte Zugänglichkeiten oder zusätzliche Anforderungen lassen sich nur durch eine fach­gerechte Bewertung sinnvoll berücksichtigen.

So entsteht aus dem Messkonzept eine projekt­spezifische Vermessung, deren Ziel eine hoch­wertige Registrierte Punktwolke und die daraus entstehenden Planungs­unterlagen sind.

Ein Messkonzept gibt die Richtung vor. Unsere Erfahrung sorgt dafür, dass auch unerwartete Situationen vor Ort sicher, vollständig und wirtschaftlich gelöst werden.

Ein Messkonzept entsteht nicht durch eine Software oder eine Checkliste. Es basiert auf Erfahrung, Fachwissen und einem Verständnis für die späteren Anforderungen der Planung.

Bereits vor Beginn der Daten­erfassung müssen Entscheidungen getroffen werden, die den gesamten weiteren Projekt­verlauf beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die Auswahl geeigneter Scan­bereiche, die erforderliche Genauigkeit sowie die Berücksichtigung besonderer baulicher Situationen.

Das Ziel besteht nicht darin, möglichst viele Daten zu erfassen, sondern genau die Daten­grundlage zu schaffen, aus der die benötigten Planungs­unterlagen vollständig, zuverlässig und wirtschaftlich erstellt werden können.

Für die Vermessung eines historischen Verwaltungs­gebäudes werden zunächst Bestands­pläne für eine Sanierung benötigt.

Bereits während der Projekt­vorbereitung zeigt sich, dass neben den Innen­räumen auch Dach­bereiche, Gewölbe und schwer zugängliche Technik­räume dokumentiert werden müssen. Gleichzeitig sollen die Daten später für weitere Planungs­aufgaben genutzt werden.

Das Messkonzept berücksichtigt diese Anforderungen bereits vor Beginn der Daten­erfassung. So lassen sich alle erforderlichen Informationen in einem Arbeitsgang erfassen und spätere aufwendige Nach­messungen vermeiden.


Das Wichtigste zum Schluss

Ein Messkonzept ist weit mehr als die Vorbereitung einer Vermessung. Es bildet die Grundlage für eine ziel­gerichtete Daten­erfassung und entscheidet darüber, ob alle für das Projekt erforderlichen Informationen vollständig, wirtschaftlich und in der gewünschten Qualität erfasst werden.

Je früher die Anforderungen eines Projekts gemeinsam definiert werden, desto effizienter kann die Vermessung durchgeführt werden. Ein durch­dachtes Messkonzept reduziert Nacharbeiten, vermeidet unnötige Daten­erfassung und schafft die Voraussetzung für belastbare Planungs­unterlagen.

Einordnung im Projektablauf

Das Messkonzept bildet den ersten Schritt einer erfolgreichen digitalen Bestands­aufnahme. Es legt die Grund­lage für die spätere Daten­erfassung und beeinflusst damit unmittelbar die Qualität der registrierten Punktwolke sowie aller daraus entstehenden Planungs­unterlagen.

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