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Bestandsaufnahme

Eine Bestandsaufnahme bezeichnet die systematische Erfassung und Dokumentation des vorhandenen Zustands eines bestehenden Objekts. Sie bildet häufig die Grundlage für Planungen, Umbauten, Sanierungen, Dokumentationen oder Bewertungen und liefert die Informationen, die für das jeweilige Projekt benötigt werden.

Im Gegensatz zur Gebäudevermessung, die sich auf die präzise geometrische Erfassung eines Gebäudes konzentriert, ist die Bestands­aufnahme ein übergeordneter Begriff. Sie beschreibt grundsätzlich die Erfassung und Dokumentation des Bestands – unabhängig davon, ob es sich um ein Gebäude, eine technische Anlage, ein Denkmal, eine Brücke oder eine Außen­anlage handelt.

Welche Informationen erfasst werden, richtet sich nach dem jeweiligen Projektziel. Eine Bestands­aufnahme kann sich auf einzelne Merkmale beschränken oder den vorhandenen Zustand möglichst umfassend dokumentieren.

Der Umfang einer Bestands­aufnahme wird durch die spätere Verwendung der Informationen bestimmt.

Soll beispiels­weise ein Gebäude umgebaut oder saniert werden, stehen häufig die geometrische Erfassung und die Erstellung belastbarer Planungs­grundlagen im Mittelpunkt. Bei der Dokumentation eines Denkmals können zusätzlich Materialien, Oberflächen, Schäden oder historische Bauteile von besonderem Interesse sein. In anderen Projekten genügt möglicherweise bereits eine fotografische Dokumentation oder die Erfassung einzelner technischer Anlagen.

Jede Bestands­aufnahme verfolgt somit ein konkretes Ziel und wird entsprechend geplant und durchgeführt.

Für eine Bestands­aufnahme können unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden. Welche Methode geeignet ist, hängt vom Objekt, den gewünschten Informationen und der erforderlichen Genauigkeit ab.

Zur geometrischen Erfassung von Gebäuden wird heute häufig eine Gebäudevermessung durchgeführt. Moderne Verfahren wie das 3D-Laserscanning ermöglichen dabei eine schnelle, präzise und vollständige Erfassung des sichtbaren Bestands. Je nach Projekt können darüber hinaus Fotografien, vorhandene Bestandsunterlagen, Sichtprüfungen oder manuelle Aufmaße Bestandteil einer Bestands­aufnahme sein.

Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich stets nach der jeweiligen Aufgaben­stellung und dem gewünschten Ergebnis.

Veraltete oder unvollständige Informationen über den vorhandenen Bestand können zu Fehl­entscheidungen, zusätzlichem Planungs­aufwand oder unnötigen Kosten führen. Eine sorgfältige Bestands­aufnahme schafft eine verlässliche Grundlage für alle weiteren Arbeits­schritte und sorgt dafür, dass Planungen auf dem tatsächlichen Zustand eines Objekts aufbauen.

Je nach Projekt dient sie als Grundlage für Umbauten und Sanierungen, die Dokumentation historischer Bauwerke, die Erfassung technischer Anlagen oder die lang­fristige Verwaltung und Bewirtschaftung bestehender Objekte.

Der Umfang einer Bestands­aufnahme richtet sich nach dem Projektziel – von der einfachen Dokumentation bis zur umfassenden geometrischen Erfassung eines Objekts.


Das Wichtigste zum Schluss

Eine Bestands­aufnahme beschreibt die systematische Erfassung und Dokumentation des vorhandenen Zustands eines Objekts. Je nach Projekt kann sie von einer einfachen Dokumentation bis zu einer umfassenden geometrischen Erfassung reichen. Für Gebäude bildet die Gebäudevermessung häufig einen wichtigen Bestandteil der Bestands­aufnahme und schafft die Grundlage für belastbare Planungsunterlagen.

Einordnung im Projektablauf

Die Bestands­aufnahme beschreibt den gesamten Prozess der Erfassung und Dokumentation eines bestehenden Objekts. Sie beginnt mit der Planung der erforderlichen Informationen und reicht bis zur Auswertung der erfassten Daten. Die daraus entstehenden Planungs­unterlagen oder Daten­produkte gehören zu den nach­folgenden Projektphasen.

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