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Technische Anlagen

Technische Anlagen gehören zu den anspruchs­vollsten Bereichen der digitalen Bestands­aufnahme. Rohr­leitungen, Lüftungs­kanäle, Kabel­trassen, Armaturen und technische Geräte verlaufen häufig auf engem Raum, in unterschiedlichen Höhen und verdecken sich gegenseitig. Dadurch steigen die Anforderungen an Planung, Daten­erfassung und Auswertung deutlich. Eine vollständige Dokumentation erfordert deshalb ein sorgfältiges Messkonzept, eine präzise Daten­erfassung und eine zuverlässige Registrierung von Laserscans.

Im Gegensatz zu einfachen Gebäude­strukturen bestehen technische Anlagen aus einer Vielzahl eng beieinander­liegender Bauteile. Bereits kleine Details können für Umbauten, Sanierungen oder Erweiterungen entscheidend sein.

Welche Bereiche und Bauteile tatsächlich erfasst werden müssen, richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Projekts und wird bereits im Messkonzept festgelegt.

Während einfache Gebäude­strukturen häufig mit wenigen Scan­positionen vollständig dokumentiert werden können, erfordern technische Anlagen eine deutlich sorgfältigere Aufnahme­planung. Rohr­leitungen, Einbauten und Geräte erzeugen zahlreiche Abschattungen und verdecken sich gegenseitig. Zusätzliche Scan­positionen sind deshalb notwendig, um alle relevanten Bereiche vollständig zu erfassen.

Erst durch die präzise Registrierung von Laserscans werden die einzelnen Aufnahmen zu einer gemeinsamen Registrierten Punktwolke zusammengeführt.

Je komplexer eine technische Anlage ist, desto wichtiger werden ein durch­dachtes Messkonzept, eine vollständige Daten­erfassung und eine präzise Registrierung der Laserscans.

Gerade bei technischen Anlagen zeigt das 3D-Laserscanning seine größten Vorteile.

Während einzelne Leitungen, Armaturen oder technische Geräte bei einer klassischen Vermessung häufig nacheinander aufgenommen werden müssten, werden mit jedem Laserscan Millionen von Messpunkten gleichzeitig erfasst. Dadurch entsteht eine vollständige digitale Bestands­dokumentation, die auch komplexe Anlagen mit ihren räumlichen Zusammen­hängen zuverlässig abbildet.

Je komplexer eine Anlage aufgebaut ist, desto größer wird der Nutzen einer voll­ständigen digitalen Daten­erfassung. Viele Informationen können auch zu einem späteren Zeitpunkt noch direkt aus der registrierten Punktwolke ausgewertet werden, ohne das Objekt erneut vermessen zu müssen.

Die Registrierte Punktwolke bildet die Grundlage für sämtliche weiteren Auswertungen.

Je nach Projekt können daraus unter anderem entstehen:

Gerade bei komplexen technischen Anlagen bietet ein 3D-Modell erhebliche Vorteile. Leitungen, Kanäle, Armaturen und technische Geräte lassen sich in ihrer tatsächlichen räumlichen Lage darstellen. Dadurch werden Platz­verhältnisse, Höhen­lagen und mögliche Kollisionen frühzeitig erkennbar und Planungs­prozesse deutlich erleichtert.

Bei der Bestands­aufnahme eines Rohr­kellers in einem Wasser­behälter verlaufen zahlreiche Rohr­leitungen, Armaturen und Halterungen auf engem Raum und in unterschiedlichen Höhen. Viele Leitungen befinden sich zusätzlich unterhalb der Decke oder hinter anderen Anlagen­teilen und sind nur schwer zugänglich.

Um alle relevanten Bereiche vollständig zu dokumentieren, sind zahl­reiche sorgfältig geplante Scan­positionen erforderlich. Trotz des höheren Aufwands vor Ort ist die digitale Bestands­aufnahme der klassischen Vermessung deutlich überlegen. Sämtliche Leitungen und Einbauten werden in einem Arbeitsgang erfasst und anschließend als Registrierte Punktwolke für die weitere Planung bereitgestellt.

Je nach Projekt entstehen daraus CAD-Bestandspläne, 3D-Modelle oder BIM-Modelle, die den vorhandenen Anlagen­bestand vollständig und nach­vollziehbar dokumentieren.


Das Wichtigste zum Schluss

Technische Anlagen stellen besonders hohe Anforderungen an die digitale Bestands­aufnahme. Eine sorgfältige Planung der Daten­erfassung, eine vollständige Dokumentation aller relevanten Bereiche und die präzise Registrierung der Laserscans schaffen eine belastbare Grundlage für Umbauten, Sanierungen und Erweiterungen komplexer technischer Anlagen.

Einordnung im Projektablauf

Die Bestands­aufnahme technischer Anlagen erfordert eine besonders sorgfältige Daten­erfassung und schafft die Grundlage für die anschließende Auswertung und Planung.

Möchten Sie mehr erfahren?

Wenn Sie einzelne Themen vertiefen möchten, empfehlen wir folgende Glossarbeiträge:

Die empfohlenen Beiträge erläutern die Planung der Bestands­aufnahme, die Erfassung und Registrierung der Messdaten sowie die Weiter­verarbeitung zu digitalen Bestandsmodellen.

Können wir Sie bei Ihrem Projekt unterstützen?

Ob Heizungs­zentrale, Industrie­anlage, Rohr­keller oder komplexe technische Infrastruktur – wir erfassen technische Anlagen mit der erforderlichen Detail­tiefe und schaffen eine zuverlässige Daten­grundlage für Umbauten, Sanierungen und technische Bestands­dokumentationen. Gemeinsam legen wir bereits im Messkonzept fest, welche Bereiche erfasst, welche Auswertungen erstellt und welche Ergebnisse für Ihr Projekt bereit­gestellt werden.

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