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Laserscan

Ein Laserscan ist eine einzelne Messaufnahme, die mit einem 3D-Laser­scanner von einem bestimmten Standort aus durchgeführt wird. Während der Aufnahme entstehen Millionen drei­dimensionaler Messpunkte, die den von dieser Position aus sichtbaren Bereich eines Gebäudes oder einer technischen Anlage erfassen. Erst das Zusammen­spiel vieler einzelner Laser­scans ermöglicht die Erstellung einer registrierten Punktwolke als Grundlage für CAD-Bestandspläne, Orthofotos, 3D-Modelle und weitere digitale Planungsunterlagen.

Von einer einzelnen Scan­position aus lässt sich ein Gebäude niemals vollständig erfassen. Wände, Decken, Einbauten oder andere Bauteile verdecken Teile des Bestands und erzeugen sogenannte Abschattungen.

Deshalb werden zahlreiche Laserscans aus unterschiedlichen Positionen durchgeführt. Die einzelnen Scan­bereiche überlappen sich bewusst, sodass sie später zuverlässig miteinander verbunden werden können.

Gerade Flure, Treppen­häuser, Tür­durch­gänge oder verwinkelte Gebäude­teile erfordern häufig zusätzliche Scan­positionen. Sie dienen nicht nur der Erfassung weiterer Bereiche, sondern bilden gleich­zeitig die notwendige Verbindung zwischen einzelnen Gebäudeteilen.

Merksatz

Entscheidend ist nicht die Anzahl der Laserscans, sondern ihre sinnvolle Positionierung im Rahmen eines Messkonzepts.

Die Anzahl der erforderlichen Laserscans hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Dazu gehören unter anderem:

  • Größe und Geometrie des Bestandsobjekts,
  • Komplexität der Architektur,
  • gewünschte Genauigkeit,
  • erforderliche Scanauflösung,
  • Sichtverhältnisse,
  • Zugänglichkeit einzelner Bereiche,
  • Nutzung des Gebäudes,
  • Anforderungen an die spätere Auswertung. 

Als grobe Orientierung entstehen bei einem Ein- oder Zwei­familien­haus häufig 100 bis 200 Laser­scans, während bei einem Mehr­familien­haus 400 bis 600 Laser­scans oder mehr erforderlich sein können.

Die konkrete Anzahl ergibt sich stets aus den Anforderungen des jeweiligen Projekts.

Die Scanauflösung bestimmt, wie dicht die Messpunkte eines einzelnen Laser­scans erfasst werden.

Eine höhere Auflösung liefert zwar mehr Messpunkte, erzeugt gleich­zeitig jedoch deutlich größere Daten­mengen sowie einen höheren Aufwand bei der späteren Verarbeitung.

Deshalb wird für jede Scan­position individuell entschieden, welche Auflösung und welche Einstellungen der Panoramafotos für die jeweilige Aufgaben­stellung sinnvoll sind. Ziel ist eine wirtschaftliche Daten­erfassung mit der erforderlichen Qualität – nicht die größt­mögliche Datenmenge.

Jeder einzelne Laserscan erzeugt große Daten­mengen. Bereits bei einem Mehr­familien­haus entstehen häufig 50 bis 100 GB oder mehr.

Diese Daten begleiten das gesamte Projekt. Große Daten­mengen verlängern nicht nur die Übertragung vom Scanner auf den Rechner, sondern erhöhen auch den Aufwand für die Registrierung, die Qualitäts­kontrolle und sämtliche weiteren Verarbeitungs­schritte.

Für die weitere Bearbeitung und Bereit­stellung werden die registrierten Punktwolken deshalb projekt­bezogen optimiert. Ziel ist es, die Daten­menge an die jeweilige Anwendung anzupassen, ohne die erforderliche Qualität für Planung und Auswertung zu beeinträchtigen.

Die Dauer eines einzelnen Laser­scans hängt insbesondere vom eingesetzten 3D-Laser­scanner, der gewählten Scan­auflösung und den Einstellungen der Panorama­fotos ab.

Je nach Projekt kommen unterschiedliche 3D-Laser­scanner zum Einsatz. Auch Licht­verhältnisse, gewünschte Bild­qualität und die erforderliche Mess­genauigkeit beeinflussen die Dauer einer einzelnen Scanaufnahme.

Die Dauer eines einzelnen Laser­scans ist deshalb immer das Ergebnis der gewählten Einstellungen und der jeweiligen Anforderungen an die Datenerfassung.

Die Qualität einer einzelnen Scan­aufnahme beginnt bereits vor der ersten Messung.

Entscheidend sind unter anderem:

  • ein durchdachtes Messkonzept,
  • die Auswahl des geeigneten 3D-Laserscanners,
  • eine sinnvolle Positionierung der Scanstandorte,
  • die gewählte Scanauflösung,
  • die Einstellungen der Panoramafotos,
  • die tatsächlichen Sicht­verhältnisse und die Zugänglichkeit des Bestandsobjekts. 

Erst das Zusammen­spiel dieser Faktoren ermöglicht eine qualitativ hoch­wertige und möglichst voll­ständige Datenerfassung.


Das Wichtigste zum Schluss

Ein einzelner Laserscan bildet immer nur einen Teil des Bestands ab. Erst das Zusammen­spiel vieler sinnvoll geplanter Scan­positionen schafft die Grundlage für eine vollständige digitale Bestands­aufnahme und eine hochwertige registrierte Punktwolke.

Einordnung im Projektablauf

Der Artikel beschreibt die einzelne Scan­aufnahme als zentralen Bestand­teil der Daten­erfassung und erläutert die wesentlichen Einfluss­faktoren auf deren Qualität.

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Die empfohlenen Beiträge erläutern das Verfahren, das eingesetzte Messgerät sowie die Weiter­verarbeitung der erfassten Messdaten.

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