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Punktwolkenmodell

Ein Punktwolken­modell ist die aus mehreren 3D‑Scans zusammen­geführte, präzise registrierte Gesamt­punktwolke eines Objekts. Sie bildet den realen Zustand drei­dimensional und millimeter­genau ab und eignet sich als verlässliche Grund­lage für Bestands­pläne, Schnitte, Ansichten, 3D‑Modelle und digitale Zwillinge. Die Qualität eines Punktwolken­modells hängt maßgeblich von der fach­gerechten Registrierung aller Scan-Positionen ab, die hohe Expertise und Erfahrung erfordert.

Was ist ein Punktwolkenmodell?

Ein Punktwolken­modell entsteht, indem mehrere einzeln erzeugte 3D‑Scans zu einer konsistenten Gesamt­punktwolke zusammen­geführt werden. Diese Zusammen­führung – die sogenannte Registrierung – erfordert präzise Abstimmung, kontrollierte Überlappungen und fachliche Expertise, um kleinste Abweichungen zu vermeiden. Das Ergebnis ist ein homogenes, drei­dimensionales Abbild aller sichtbaren Ober­flächen, das den realen Gebäude­zustand millimeter­genau wiedergibt. Es dient als Ausgangs­basis für CAD‑Pläne, BIM‑Modelle, Flächenberechnungen und weiter­führende digitale Analysen.

Wie entsteht ein Punktwolkenmodell?

Erfasst wird zunächst aus mehreren Scan-Positionen mit modernen 3D‑Scan­systemen wie dem Leica BLK360 oder RTC360. Jede Position liefert eine einzelne Punktwolke, die anschließend registriert, bereinigt und exakt ausgerichtet wird. Die Registrierung gleicht Überlappungen ab, korrigiert geringste Lage­abweichungen und stellt sicher, dass das Modell geometrisch schlüssig ist. Dieser Schritt ist entscheidend für die Qualität des gesamten Modells und erfordert Erfahrung im Umgang mit Scanning-Daten und den eingesetzten Software-Tools. Aus den zugehörigen Panoramafotos lassen sich zusätzlich farbige Punktwolken und Ortho­ansichten erzeugen, die eine wertvolle Grund­lage für Dokumentation, Schadens­kartierung und denkmal­pflegerische Auswertungen bieten.

Wichtiger Hinweis: Wie bei jeder Punktwolke werden auch in Punktwolken­modellen nur sichtbare Bereiche erfasst. Verdeckte Strukturen hinter Einbauten, Verkleidungen oder Möbeln können nicht dargestellt werden.

Ergänzend zum Modell ermöglicht TrueView die Betrachtung der ursprünglichen Scan-Panoramen, um räumliche Zusammen­hänge und Detailpunkte gezielt nachzuprüfen. Dies unterstützt eine sichere und fundierte Auswertung.

Vorteile eines Punktwolkenmodells

  • Millimeter­genaue, drei­dimensionale Darstellung des realen Bestands
  • Perfekte Grundlage für Bestands­pläne, Schnitte, Ansichten und 3D‑Modelle
  • Hohe Konsistenz durch fachgerechte Registrierung aller Scan-Positionen
  • Reduzierung von Planungs­fehlern und Rückfragen
  • Ideal für digitale Zwillinge, BIM‑Prozesse und präzise Projekt­entscheidungen
  • Panorama­fotos für farbige Punktwolken und optionale Orthofotos – besonders wertvoll in der Denkmalpflege