Was ist eine Flächenberechnung?
Unter Flächenberechnung versteht man die systematische Ermittlung von Flächenwerten, etwa für Wohn-, Miet- oder Nutzflächen. Grundlage sind die geometrischen Daten eines Gebäudes, die aus Bestandsplänen, einem 3D‑Modell oder direkt aus der Punktwolke stammen können. Entscheidend ist, dass die zugrunde liegenden Maße verlässlich und konsistent sind – hier bietet der 3D‑Laserscan eine besonders präzise Basis.
Regelwerke und Genauigkeit
Je nach Nutzung kommen unterschiedliche Regelwerke zum Einsatz, etwa die GIF‑Richtlinie, die Wohnflächenverordnung (WoFlV) oder DIN 277. Sie definieren, welche Flächen wie zu berücksichtigen sind – beispielsweise, ob Dachschrägen anteilig oder voll angesetzt werden. Dieselbe geometrische Fläche kann je nach Regelwerk zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Eine präzise Bestandsaufnahme bildet daher die Grundlage für eine verlässliche Flächenermittlung.
Auf Basis eines präzisen 3D‑Laserscans und sauber aufbereiteter Bestandspläne lässt sich klar nachvollziehen, wie sich die ermittelten Flächen zusammensetzen. Das reduziert Interpretationsspielräume und macht die Ergebnisse für Eigentümer, Planerinnen und Nutzer transparent.
Warum eine präzise Flächenberechnung wichtig ist
Fehlerhafte Flächenangaben sind ein häufiges Problem und können zu überhöhten Mietkosten, ungenauen Betriebskostenabrechnungen oder falschen Bewertungsgrundlagen führen. Besonders bei älteren Gebäuden weichen die realen Flächen oft deutlich von veralteten Unterlagen ab. Eine aktuelle, normgerechte Flächenberechnung schafft Klarheit und Planungssicherheit.
- Verlässliche Grundlage für Mietverträge, Verkauf und Finanzierung
- Transparente Basis für Betriebs- und Nebenkosten
- Bessere Vergleichbarkeit von Objekten durch definierte Regelwerke
- Reduzierung von Streitpotenzial durch nachvollziehbare Berechnungen
- Enge Verzahnung mit Bestandsaufnahme, Bestandsplänen, 3D‑Modellen und BIM‑Modellen
Je nach Anforderung kann die Auswertung auf unterschiedlichen LOD‑Stufen erfolgen. Für viele Flächenberechnungen ist ein Modell im Bereich LOD 200–300 ausreichend und bietet ein gutes Verhältnis zwischen Genauigkeit und Aufwand.