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E57-Format

Das E57-Format ist ein offener und hersteller­unabhängiger Datei­standard für den Austausch registrierter Punktwolken und weiterer 3D-Messdaten. Es gehört heute zu den wichtigsten Austausch­formaten im 3D-Laserscanning und ermöglicht die software­unabhängige Weiter­gabe von Vermessungs­daten an Auftraggeber, Planer und Fach­ingenieure. Dadurch bildet das E57-Format häufig die Grund­lage für die weitere CAD-Auswertung, Modellierung oder Archivierung.

Während eines 3D-Laser­scanning-Projekts entstehen zunächst zahlreiche einzelne Laserscans. Nach der Registrierung von Laserscans werden diese zu einer gemeinsamen registrierten Punktwolke zusammengeführt.

Soll diese Punktwolke an den Auftrag­geber oder andere Projekt­beteiligte übergeben werden, erfolgt dies in den meisten Fällen als E57-Datei.

Da es sich um einen offenen Standard handelt, kann das Format von zahlreichen Software­lösungen gelesen und weiter­verarbeitet werden. Dadurch bleibt der Daten­austausch unabhängig vom Hersteller des eingesetzten Laserscanners.

Eine E57-Datei enthält in der Regel die registrierte Punktwolke eines Projekts.

Je nach Projekt können zusätzlich unter anderem enthalten sein:

  • dreidimensionale Messpunkte,
  • Farbinformationen,
  • Intensitätswerte,
  • Informationen zu den einzelnen Scanpositionen. 

Welche Daten tatsächlich übergeben werden, richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Projekts und der vorgesehenen Weiterverarbeitung.

Panorama­fotos sind in der Regel nicht Bestandteil einer E57-Datei. Sie werden – sofern vereinbart – getrennt oder über eine geeignete Punktwolken-Viewer-Lösung wie Leica TrueView bereitgestellt.

Das E57-Format ermöglicht den lang­fristigen und software­unabhängigen Austausch registrierter Punktwolken.

Das E57-Format eignet sich überall dort, wo eine registrierte Punktwolke unabhängig von einer bestimmten Software weiter­gegeben oder archiviert werden soll.

Typische Anwendungsfälle sind:

  • Weitergabe an Auftraggeber,
  • CAD-Auswertungen,
  • Erstellung von CAD-Bestandsplänen,
  • Erstellung von Orthofotos,
  • Erstellung von 3D-Modellen,
  • Erstellung von BIM-Modellen,
  • langfristige Archivierung der Messdaten. 

Viele Auftraggeber benötigen ausschließlich eine E57-Datei als Projektergebnis und erstellen weitere Auswertungen selbst oder durch eigene Fachplaner.

Die Größe einer E57-Datei hängt von Umfang und Komplexität des Projekts ab.

Bereits bei einem Mehrfamilien­haus können Daten­mengen von mehreren zehn Gigabyte entstehen. Größere Gebäude oder Industrie­anlagen überschreiten diesen Umfang häufig deutlich.

Für die weitere Bearbeitung – beispielsweise in CAD- oder BIM-Software – sind derart große Daten­mengen häufig nicht praktikabel.

Deshalb werden registrierte Punktwolken vor der Übergabe projekt­bezogen optimiert. Ziel ist es, die Daten­menge auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung abzustimmen, ohne die für Planung und Auswertung erforderliche Qualität zu beeinträchtigen.

Das E57-Format ist bei punktWOLKE das Standard­format für die Übergabe registrierter Punktwolken.

Vor der Daten­übergabe werden die Punktwolken projekt­bezogen optimiert. Ziel ist es, die Daten­menge auf die Anforderungen der vorgesehenen Weiter­verarbeitung abzustimmen und gleichzeitig die für Planung und Auswertung erforderliche Qualität zu erhalten.

Dadurch erhalten Auftraggeber eine Daten­grundlage, die sich in vielen CAD-, BIM- und Auswertungs­programmen direkt weiter­verarbeiten lässt.

Ja.

Viele CAD-, BIM- und Auswertungs­programme unterstützen das E57-Format direkt.

Soll eine registrierte Punktwolke ohne spezielle Fach­software betrachtet oder gemeinsam besprochen werden, kann sie zusätzlich über eine geeignete Punktwolken-Viewer-Lösung bereit­gestellt werden. Bei punktWOLKE erfolgt dies auf Wunsch beispiels­weise mit Leica TrueView oder dem kostenlosen PinPoint-Viewer.

Während das E57-Format in erster Linie dem Daten­austausch dient, erleichtern Viewer-Lösungen die virtuelle Begehung, Orientierung und Abstimmung innerhalb eines Projekts.

Eine E57-Datei enthält die vollständige geometrische Daten­grundlage eines Projekts.

Sie ersetzt jedoch keine CAD-Auswertung und enthält keine fertigen CAD-Bestandspläne, 3D-Modelle oder BIM-Modelle.

Diese entstehen erst durch die fachliche Interpretation und Auswertung der registrierten Punktwolke entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Projekts.

Die Qualität einer E57-Datei wird nicht durch das Datei­format bestimmt.

Entscheidend sind vielmehr:

  • ein durchdachtes Messkonzept,
  • eine vollständige Datenerfassung,
  • eine präzise Registrierung der Laserscans,
  • die projekt­bezogene Optimierung der Punktwolke,
  • sowie die Qualitäts­kontrolle vor der Datenübergabe. 

Erst das Zusammen­spiel dieser Arbeits­schritte schafft eine belastbare Daten­grundlage für die weitere Planung und Auswertung.

 

Das Wichtigste zum Schluss

Das E57-Format ist der etablierte Standard für die software­unabhängige Übergabe registrierter Punktwolken. Es schafft eine zukunfts­sichere Daten­grundlage für unterschiedlichste Anwendungen und ermöglicht die Weiter­verarbeitung der Mess­daten unabhängig von einer bestimmten Software oder Messtechnik.

Einordnung im Projektablauf

Das E57-Format bildet den Standard für die Übergabe registrierter Punktwolken und ermöglicht deren software­unabhängige Weiterverarbeitung.

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Die empfohlenen Beiträge erläutern die Datengrundlage, die weitere Auswertung sowie unterschiedliche Möglichkeiten der Bereitstellung und Nutzung digitaler Vermessungsdaten.

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Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrem Projekt – von der digitalen Bestands­aufnahme bis zur Bereitstellung Ihrer Punktwolke im E57-Format oder in weiteren passenden Ausgabe­formaten. Gemeinsam legen wir bereits im Messkonzept fest, welche Daten bereitgestellt werden und welches Ausgabe­format Ihre weitere Planung optimal unterstützt.

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