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3D-Modell

Ein 3D‑Modell ist das geometrisch aufgebaute, digitale Abbild eines Gebäudes oder Bauwerks. Anders als die Punktwolke besteht es nicht aus reinen Mess­punkten, sondern aus Flächen, Kanten und Körpern, die sich in CAD‑Systemen weiter­bearbeiten lassen. Ein solches Modell ist die Grundlage für präzise Bestands­planung, Umbau­konzepte, Visualisierungen und weiter­führende CAD- oder BIM‑Workflows.

Was ist ein 3D‑Modell?

Ein 3D‑Modell beschreibt die Geometrie eines Gebäudes in Form von Flächen, Volumen und Bauteilen wie Wänden, Decken, Öffnungen und Dach­konstruktionen. Es übersetzt die gemessene Realität in eine strukturierte, planerisch nutzbare Form. Während die Punktwolke den Bestand als dichtes Punkte­raster abbildet, stellt das 3D‑Modell eine interpretierte, aufbereitete Version mit klar abgegrenzten Bauteilen dar, die direkt in CAD- oder BIM‑Systemen verwendet werden kann.

Wie entsteht ein 3D‑Modell aus der Punktwolke?

Bevor ein 3D‑Modell entsteht, wird die Punkt­wolke zunächst zu einem konsistenten Punktwolken­modell registriert. Es bildet die geometrische Basis für alle weiteren Modellierungs­schritte und stellt sicher, dass alle Bauteile korrekt ausgerichtet und vollständig erfasst sind. 
Ausgangs­punkt ist in der Regel eine präzise Punktwolke, die durch 3D‑Laser­scanning vor Ort erzeugt wurde. Die Punkt­wolken­daten werden in spezieller Software geladen, ausgerichtet und ausgewertet. Anschließend modellieren wir die relevanten Bauteile – etwa Wände, Decken, Stützen, Öffnungen und Dächer – anhand der gemessenen Geometrie. Je nach Anforderung und LOD‑Stufe reicht das Spektrum von vereinfachten Volumen­modellen bis hin zu detaillierten Bauteil­modellen für weiter­führende Planungs­phasen. Der zusätzliche Aufwand entsteht dabei vor allem in der modell­basierten Auswertung: also bei der Erstellung von 3D‑Geometrien und den daraus abgeleiteten CAD‑Plänen wie Grundrisse/​Schnitte/​Ansichten. Je höher der gewünschte Detaillierungs­grad, desto umfangreicher ist die Modellierarbeit.

Wofür wird ein 3D‑Modell eingesetzt?

3D‑Modelle dienen als Grundlage für viele Planungs- und Analyse­schritte. Sie unter­stützen Entwurfs- und Genehmigungs­planungen, Machbarkeits­studien, Umbau- und Sanierungs­projekte sowie die technische Gebäude­koordination. In Verbindung mit 2D‑Plänen, Flächen­berechnungen oder BIM-Modellen entsteht ein digitales Abbild, das alle relevanten Informationen für Planerinnen, Architekten und Fach­ingenieure bündelt. Besonders in der Denkmalpflege ermöglicht ein 3D‑Modell eine schonende Analyse der Bausubstanz und dient als verlässliche Grund­lage für Restaurierungs- und Dokumentations­prozesse.

Vorteile eines 3D‑Modells

  • Planerisch nutzbare, geometrisch strukturierte Darstellung des Bestands
  • Präzise Grundlage für CAD‑Pläne (Grundrisse/​Schnitte/​Ansichten) und weiterführende Auswertungen
  • Bessere räumliche Vorstellung und Kommunikations­basis für alle Projekt­beteiligten
  • Reduzierung von Rückfragen und Nach­messungen dank klar definierter Bauteile
  • Anschlussfähig für BIM‑Prozesse und digitale Zwillinge, abhängig von der gewählten LOD‑Stufe