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Punktwolke

Eine Punktwolke bildet den sichtbaren Bestand eines Objekts vollständig und millimeter­genau ab und dient damit auch als Grundlage für ein Punktwolken­modell. Sie besteht aus Millionen einzelner Messpunkte, die ein detail­reiches, realistisches Modell erzeugen und eine verlässliche Grundlage für Bestands­pläne, Flächen­berechnungen, 3D‑Modelle und weitere digitale Auswertungen bieten. Ihre hohe Genauigkeit ermöglicht eine präzise Beurteilung des baulichen Zustands und unterstützt sichere Entscheidungen in der Planung.

Was ist eine Punktwolke?

Eine Punktwolke entsteht durch 3D‑Laser­scanning und setzt sich aus einer großen Vielzahl präziser Mess­punkte zusammen. Jeder dieser Punkte besitzt räumliche Koordinaten und teilweise Farb­informationen. Durch die automatisch aufgenommenen Panoramafotos kann die Punkt­wolke farbig eingefärbt werden. Dies erleichtert die visuelle Analyse, etwa bei historischen Gebäuden, wo Material und Zustand eine zentrale Rolle spielen. Der Scanner erfasst die sichtbaren Ober­flächen aus mehreren Blick­winkeln präzise und detailliert und erzeugt ein fein aufgelöstes Punkte­raster mit einem Punkt­abstand von nur wenigen Millimetern. Zusammen ergeben die Punkte ein realitäts­nahes, drei­dimensionales Abbild des gesamten sichtbaren Bestands. Die Punktwolke dient als Grundlage für zahlreiche Auswertungen wie Bestands­pläne, Schnitte, Ansichten, 3D‑Modelle, CAD‑Pläne und Flächen­berechnungen.

Eigenschaften und Grenzen der Punktwolke

Dank des geringen Punkt­abstands lassen sich Geometrien und Strukturen sehr detailliert abbilden – ideal für präzise Auswertungen. Eine Punktwolke erfasst jedoch ausschließlich die sichtbaren Ober­flächen eines Objekts; verdeckte Bereiche hinter Möbeln, Einbauten oder Verkleidungen erscheinen nicht im Modell und können daher nicht bewertet werden. Für eine vollständige Erfassung ist es daher wichtig, dass die Räume während des Scannens gut zugänglich und frei geräumt sind.

Die während des Scans erzeugten Panoramafotos können in TrueView betrachtet und präzise vermessen werden. So lassen sich auch nach­träglich Maße und Details prüfen, ohne erneut vor Ort sein zu müssen.

Für eine anschauliche Präsentation des Bestands lassen sich die Panorama­aufnahmen zudem zu einem virtuellen Rundgang verarbeiten. So können Räume intuitiv erkundet und visuell erfasst werden – ganz ohne zusätzlichen Ortstermin.

Vorteile einer Punktwolke

  • Präzise, drei­dimensionale Erfassung des sichtbaren Bestands
  • Hohe Genauigkeit für Planungen und Bewertungen
  • Verlässliche Grundlage für Bestands­pläne, 3D‑Modelle und Flächenberechnungen
  • Effiziente digitale Weiter­verarbeitung ohne zusätzliche Ortstermine
  • Reduzierung von Planungs­fehlern und Unsicherheiten