Was versteht man unter einer CAD‑Auswertung?
Bei der CAD‑Auswertung werden die im Laserscan erzeugten Millionen Messpunkte zu technisch korrekten, maßhaltigen Planunterlagen wie Grundrissen/Schnitten/Ansichten verarbeitet. Dabei werden Wandverläufe, Öffnungen, Höhen, Bauteile und räumliche Strukturen aus der Punktwolke herausgearbeitet und in CAD‑Elemente überführt. Dieser Prozess erfordert Erfahrung im Umgang mit Bestandsgeometrien, da reale Gebäude oft unregelmäßig, verzogen oder historisch gewachsen sind.
Im Gegensatz zum Scannen selbst, das in allen LOD‑Stufen vergleichbar effizient bleibt, steigt der zeitliche Aufwand der CAD‑Auswertung mit dem gewünschten Detaillierungsgrad deutlich an.
Welche Ergebnisse entstehen aus der CAD‑Auswertung?
Typische Resultate sind maßhaltige Grundrisse/Schnitte/Ansichten, digitale 3D‑Modelle und die Aufbereitung von Daten für BIM-Prozesse. Auch Flächenberechnungen nach GIF, WoFlV oder DIN 277 entstehen auf Basis dieser CAD‑Unterlagen. Eine sorgfältige Auswertung stellt sicher, dass alle wichtigen Details korrekt dargestellt werden und als belastbare Planungsgrundlage dienen.
Warum ist die CAD‑Auswertung anspruchsvoll?
Reale Gebäude weisen häufig Unregelmäßigkeiten auf: nicht rechtwinklige Räume, verzogene Bauteile, Höhensprünge oder historische Schichten. Diese Besonderheiten müssen im Modell angemessen interpretiert werden. Zudem steigt mit höheren LOD‑Stufen der Arbeitsumfang: Konstruktive Details, Bauteilanschlüsse und komplexe Strukturen erfordern eine tiefergehende modellbasierte Bearbeitung. Daher bildet die CAD‑Auswertung den wesentlichen Teil des Gesamtaufwands eines digitalen Bestandsaufmaßes.
Vorteile einer professionellen CAD‑Auswertung
- Maßhaltige und saubere Grundrisse/Schnitte/Ansichten
- Präzise Datenbasis für Umbau-, Sanierungs- und Planungsprojekte
- Nahtlose Weiterverarbeitung zu 3D- oder BIM‑Modellen
- Reduzierung von Planungsrisiken und Klärungsbedarf auf der Baustelle
- Optimale Nutzung der Punktwolke durch fachkundige Interpretation