Was ist ein Laserscan?
Beim Laserscan handelt es sich um ein berührungsloses Messverfahren, bei dem Millionen von Messpunkten pro Sekunde erfasst werden. So entsteht ein detailreiches, dreidimensionales Abbild des Ist‑Zustands. Diese Punktwolke bildet die Grundlage für Auswertungen wie Bestandspläne, Flächenberechnungen, Schnitte oder 3D‑Modelle.
Moderne Laserscanner arbeiten äußerst präzise und erfassen selbst komplexe Geometrien. Dennoch gilt: Gescannt werden kann nur, was sichtbar ist. Strukturen hinter Einbauten, Möbeln oder Verkleidungen erscheinen nicht in der Punktwolke und können daher nicht vollständig ausgewertet werden.
Wie läuft ein Laserscan ab?
Ein Gebäude oder Gelände wird aus mehreren Scan-Positionen aufgenommen. Der Scanner misst Entfernungen durch Laserimpulse und kombiniert diese zu einer dichten Punktwolke. Damit eine präzise und konsistente Erfassung entsteht, spielt die Messplanung eine zentrale Rolle – sie legt fest, wie viele Scan-Positionen benötigt werden und welche Bereiche besonders berücksichtigt werden müssen.
Parallel zur geometrischen Erfassung entstehen an jeder Position hochauflösende Panoramafotos. Aus diesen Bildern kann bei Bedarf ein virtueller Rundgang generiert werden, der eine realistische Begehung des Objekts ermöglicht und den räumlichen Eindruck ideal ergänzt.
Die Panoramaaufnahmen lassen sich außerdem in TrueView betrachten und präzise vermessen. So können auch später noch Details geprüft werden, die beim Ortstermin nicht im Fokus standen – ohne erneute Begehung.
Vorteile des Laserscans
- Erfassung komplexer Geometrien in hoher Genauigkeit
- Zeitersparnis gegenüber manuellen Messmethoden
- Zuverlässige Basis für Bestandspläne, Flächenberechnungen oder 3D‑Modelle
- Minimierung von Fehlerquellen und Nachmessungen
- Ideal für Umbau-, Sanierungs- und Dokumentationsprojekte
- Panoramafotos für farbige Punktwolken und optionale Orthofotos – besonders wertvoll in der Denkmalpflege