Warum ist digitales Aufmaß in der Denkmalpflege so wichtig?
Historische Gebäude weisen oft komplexe Geometrien, unregelmäßige Strukturen und sensible Oberflächen auf. Konventionelle Messmethoden können diese Details nur eingeschränkt erfassen. Moderne Verfahren wie 3D‑Laserscanning ermöglichen dagegen eine vollständige, berührungslose Erfassung des sichtbaren Bestands – mit höchster Genauigkeit und ohne Eingriff in die Bausubstanz.
Die daraus entstehenden Punktwolken und Modelle bilden Unebenheiten, Verformungen, Setzungen und historische Bauteilstrukturen realitätsnah ab – ein entscheidender Vorteil für Restaurierungskonzepte und fachliche Entscheidungen.
Welche Rolle spielen Panoramafotos und Orthoaufnahmen?
Panoramafotos dokumentieren Materialien, Farben und Oberflächen detailliert und eignen sich ideal für Zustandsanalysen. Auf deren Basis können hochauflösende Orthofotos erstellt werden, die sich wie maßstabsgetreue Bilder verarbeiten lassen. Diese visuellen Ebenen sind für die Denkmalpflege besonders wertvoll, da sie Schäden, historische Schichten oder Baufugen sichtbar machen, die in klassischen CAD‑Plänen oft verloren gehen.
Vorteile digitaler Aufmaßverfahren in der Denkmalpflege
- Schonende, berührungslose Erfassung empfindlicher Bausubstanz
- Vollständige Dokumentation komplexer Geometrien
- Hochauflösende Panorama- und Orthofotos für Schadens- und Materialanalysen
- Präzise Grundlage für Restaurierung, Umbau und Bestandssicherung
- Ideale Basis für langfristige Archivierung und Monitoring